Veranstaltungen

Stolpersteinverlegung

Datum: 15. April 2026
Uhrzeit: 12:00
Ort: Peter-Lenné-Straße 42, 14195 Berlin
Stolperstein-Haeften-260415

Stolpersteinverlegung für

Werner von Haeften
(*9.10.1908 – †20.7.1944)

Jurist, Offizier, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus

„Nach der Genesung von einer schweren Verwundung wird er seit November 1943 als Adjutant von Claus Schenk Graf von Stauffenberg beim Befehlshaber des Ersatzheeres eingesetzt. Dort ist er an den Attentatsplänen maßgeblich beteiligt. Am 20. Juli 1944 fliegt von Haeften zusammen mit Stauffenberg in das Führerhauptquartier „Wolfschanze“ bei Rastenburg in Ostpreußen. Hier unterstützt er Stauffenberg bei den letzten Vorbereitungen für den Anschlag. Nach der Detonation des Sprengkörpers kann von Haeften sich mit Stauffenberg unter einem Vorwand aus dem Sperrkreis des „Führerhauptquartiers“ entfernen. Beiden gelingt es, mit dem Flugzeug nach Berlin zu entkommen. Nach dem Scheitern des Staatsstreiches wird Werner von Haeften in der Nacht zum 21. Juli 1944 im Hof des Bendlerblocks, der Berliner Zentrale des Umsturzversuches, zusammen mit Stauffenberg, Friedrich Olbricht und Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim erschossen.” (Text: Gedenkstätte Deutscher Widerstand)

Versöhnung trotz Zerstörung und Zwangsarbeit?

Datum: 22. April 2026
Uhrzeit: 19:00
Ort: Ev. Emmaus-Kirchengemeinde, Onkel-Tom-Straße 80, 14169 Berlin
Buchtitel

Peremoha – ein Dorf in der Ukraine

Das ukrainische Dorf Peremoha („Sieg”) liegt etwa 50 km östlich von Kiew und hieß vor dem Zweiten Weltkrieg Jadliwka. Aus Überlieferungen gibt es Berichte über die von Stalin bewusst herbeigeführte große Hungersnot in den frühen 1930er Jahren, dem Holodomor. Mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion wurde das Dorf mit Ausnahme der Kirche dem Erdboden gleichgemacht, ein Teil der Dorfbevölkerung wurde ermordet, 1300 – 1500 Menschen zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert.

In einem Langzeit-Projekt beschäftigte sich Claudia Sievers, ehemalige Geschäftsführerin der Martin-Niemöller-Stiftung, mit den Überlebenden des Dorfes. Die daraus entstandenen Kontakte und Freundschaften sind ein rührendes Zeugnis von Versöhnung trotz unsagbaren Leids. Claudia Sievers wird in Auszügen über ihr Buch sprechen.

Die Beauftragte für Erinnerungskultur der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Pfr´in Marion Gardei, war im Jahr 2006 Gemeindepfarrerin in Berlin-Dahlem, als eine Gruppe ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter des Dorfes auf den Spuren ihrer Vergangenheit nach Berlin reisten. Eine Station war auch das Martin-Niemöller-Haus. Anhand von biografischen Beispielen wollen wir uns mit dem immer noch viel zu wenig beachteten Thema der Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigen.

Veranstaltungen und Informationen unserer institutionellen Mitglieder finden Sie hier:

Ev. Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf

Friedenszentrum Martin Niemöller Haus e.V.