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Sommercamp 2009

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Referat für Ökumene
internationalen Austausch und
Freiwilligendienste

c/o Uli Sonn
Tel. 030-8431 9550
e-mail: vb-ulisonn@t-online.de

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INTERNATIONALES BEGEGNUNGSPROGRAMM und WORK-CAMP

Termin:

25. Juli – 9. August 2009

Orte:

Berlin : Friedenszentrum Martin Niemöller Haus
Joachimsthal (Brandenburg) : Kommunität Grimnitz

Veranstalter:

Friedenszentrum Martin Niemöller Haus
und Kommunität Grimnitz, Joachimsthal
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Thema:
Friedliches interreligiöses Zusammenleben : Christen-Juden-Muslime

Teilnehmer:

Junge Erwachsene aus Ost- und Westeuropa zwischen 17-26 Jahren, internatonale. und
interreligiöse Zusammensetzung

Gastgeber:

a) Friedenszentrum Martin Niemöller Haus in Berlin.
Das Friedenszentrum ist ein Erinnerungsort für das Wirken Pfarrer M.Niemöllers. Sein Widerstand gegen das Nazi-Regime und später sein unerschütterlicher Einsatz für Frieden und Abrüstung sind uns heute Verpflichtung, in diesem Sinne Initiativen für Frieden, internationale Verständigung, Menschenrechte, interkulturelle Erziehung, Umweltschutz und Entwicklungszusammenarbeit einen Raum zu geben. Es ist im Ortsteil Berlin-Dahlem gelegen, verfügt über ein großes Gartengelände und ist eine ideale Einrichtung für Gruppenprogramme.

b) Kommunität Grimnitz , Joachimsthal, Brandenburg.
Eine christliche Gemeinschaft, die in Joachimsthal (70 km nördlich von Berlin) einen alten Gutshof gepachtet hat. Grundlagen der Kommunität sind geistliches Leben, soziales Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Schutz der Umwelt sowie eine aktive solidarische Nachbarschaft. – Zum Hof gehört ein umfangreiches , reizvolles Garten- und Freizeitgelände, das nach ökologischen Gesichtspunkten gestaltet wird. – Die Unterkunft wird im neuen Jugendgästhaus stattfinden

Programmablauf:

Der 1. Teil des Programms, 25.Juli-1.August , findet zunächst im M.Niemöller Zentrum in Berlin statt und bildet einen praxisorientierten Einstieg in das Programm:
- Wir werden eine Synagoge besuchen und an ihrem Gottesdienst teilnehmen,
- eine Moschee mit Teilnahme am Freitagsgebet,
- christliche Kirchengemeinden, ihre Gottesdienste und soziale Einrichtungen besuchen,
- das Forum für interreligiöse Erziehung und
- zwei interkulturelle/interreligiöse soziale Einrichtungen (Genezareth und St. Christopherus) kennen lernen.
Als multikulturelle Stadt bietet Berlin die Möglichkeit, mit Menschen und Orten der verschiedenen Religionen in direkten Kontakt zu kommen.
Außerdem wird genügend Gelegenheit sein , die Sehenswürdigkeiten und Attraktionen der Stadt zu erleben und das multikulturelle Leben zu genießen (open-air events, o.ä.)
Den Schluß dieses 1.Teils bildet dann ein großes interkulturelles Abschlußfest im Garten!

Der 2.Teil vom 2. – 9.August wird in der Kommunität Grimnitz stattfinden.
Werktags (Mo.- bis Fr.) werden wir uns vormittags ca. 1 1/2 Stunden in workshops mit dem Thema unseres Programms beschäftigen: wir wollen uns über die Grundlagen der 3 großen Religionen Christentum, Islam, Judentum informieren, sie verstehen lernen und ihre Bedeutung für ein friedliches Zusammenleben in der einen Weltgesellschaft erfahren.
Danach werden wir jeweils ca.2 1/2 Stunden praktische Arbeiten in Haus und Gartengelände durchführen. Nachmittags und abends steht Freizeitgestaltung auf dem Programm : Baden im 5 Minuten nahe gelegenen See , Fahrrad-Ausflüge, Spiele, Volleyball, Musik, Länderberichte, etc. Es wird interessant und spannend werden, dabei die diversen Beiträge aus den Kulturen unserer verschiedenen Länder zu erleben (inclusive „interkulturelle“ Küche!). Des Weiteren steht eine Bootsfahrt auf dem Werbellinsee auf dem Programm, eine Exkursion zum Biosphärenreservat „Schorffheide“ und eine Fahrradtour zum historischen Kloster „Chorin“.

LogoZum Themenschwerpunkt:
„Friedliches interreligiöses Zusammenleben und die Verantwortung der Religionen“

Im Laufe der letzten Jahrzehnte rückten die Menschen auf der Welt enger zusammen, entweder durch Reisen, durch politische Veränderungen, durch Migration oder durch Flucht und Exil. Menschen unterschiedlicher Kulturen und Länder haben mehr Berührung und Beziehungen zu einander. Das macht Verständigung interessant, aber auch notwendig. Kein Volk und kein Land kann im Zeitalter der Globalisierung auf sich allein gestellt, isoliert oder privilegiert leben. Das Bewußtsein, zu einer großen, vernetzten und interkulturellen Weltfamilie zu gehören, beinhaltet aber auch Verantwortung: Wir sind gemeinsam verantwortlich für das Überleben des Globus und der Menschheit, für ein friedliches Zusammenleben in Toleranz , Gleichberechtigung und Solidarität.
Für diese gemeinsame Verantwortung braucht es geistige Grundlagen, ethische Maßstäbe und Weisungen . Religionen können dabei eine bedeutende Rolle spielen. Aus ihren geistlichen Fundamenten können wir ethische Botschaften und Orientierungen erhalten für das friedliche Zusammenleben innerhalb unserer Gesellschaft und in der Weltgemeinschaft. Jede der großen Weltreligionen bietet dazu Quellen. Jedoch, Menschen aller Religionen wissen viel zu wenig voneinander, wissen vor allem viel zu wenig über das Gemeinsame in all den religiösen und ethischen Traditionen.
Wir wollen daher im Rahmen dieses Programms die Gelegenheit geben, die wesentlichen Inhalte der großen Weltreligionen kennen zu lernen. Einen Schwerpunkt bilden dabei der Islam, das Judentum und das Christentum.
Wir fragen nach
- den wesentlichen Schriften, die die Quelle der Religionen bilden (z.B. Koran, Tora, Bibel)
- ihrem Verständnis von Gott
- den Geboten und Weisungen (z.B. 10 Gebote, Bergpredigt, islamische Pflichten)
- ihren wichtigen Traditionen (z.B. Feiertage, Sitten )
- der Bedeutung und Form der Glaubensgemeinschaften (z.B. Kirchen, Konfessionen )
- wichtigen Personen, die die Religionen repräsentieren
- den Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen den christlichen Konfessionen, was bedeutet „Oekumene“ ?
- Gibt es gemeinsame religiöse und ethische Überzeugungen und Maßstäbe, die für alle Religionen verbindlich sind. Und was sind die Konsequenzen für das Handeln ?
- Wie muß ein Dialog zwischen den Religionen aussehen, ohne zu missionieren, sodaß sie gemeinsameWeltverantwortung für ein friedliches Zusammenleben praktizieren können ?

Wir wollen uns mit diesen Themen in Form von Workshops, informellen Gesprächen untereinander, Andachten und Besuchen bei den unterschiedlichen Religionsgemeinschaften und Gemeinden beschäftigen und dabei selbst einen achtsamen und respektvollen Dialog einüben.
Unser Ziel ist es, mit diesem Thema unseres internationalen Begegnungsprogramms dazu beizutragen, daß die Teilnehmer aus Ost und West dazu befähigt werden, in ihren jeweiligen Heimatländern und Orten das Bewusstsein für die Bedeutung der Religionen und deren notwendigem Beitrag zu einem friedlichen Zusammenleben der Weltgemeinschaft zu fördern.
Wir wünschen uns daher Teilnehmer, die ein echtes Interesse an diesem Thema haben und sich freuen, im Rahmen dieses Programms junge Menschen aus den verschiedensten Ländern zu treffen.

Teilnehmer-Fragebogen:

Nun noch eine Bitte: wenn Ihr Euch anmelden wollt, würden wir uns freuen, wenn Ihr zuvor einige Fragen beantworten würdet , so daß wir ein bisschen Klarheit über Eure Motivation bekommen und wir uns ein Bild über Euch machen können.
1. Was machst Du zur Zeit beruflich? Bist Du noch in der Ausbildung, Schule, Uni, o.ä. ?
2. Was sind die Dinge, die Du gerne machst, Deine Hobbys, was sind Deine Interessen?
3. Hast Du schon einmal an einem nationalen oder internationalen Jugendprogramm teilgenommen ? Was war das Thema ?
4. Was erwartest Du von den Teilnehmern an einem internationalen Begegnungsprogramm ?
5. Welche Sprachkenntnisse hast Du ?
6. Welche Fragen und Gedanken fallen Dir zu unserem Thema ein ?
7. Aus welcher Kultur kommst Du: aus welcher europäischen Region, aus welcher Konfession oder Religion ? Welche kulturellen Traditionen in Deinem Land sind Dir wichtig ?
8. Ein orgineller Teil des Programms sind die „Länderberichte“, die von den Teilnehmern gestaltet werden. Was kannst Du beitragen zur Illustration über Dein Land , sodaß die anderen Teilnehmer eine Vorstellung von Deinem Land und seiner Kultur bekommen und wir dann zusammen ein buntes, vielfältiges und differenziertes Bild von Europa erhalten ?
9. Was hast Du sonst noch für Fähigkeiten, die Du einbringen kannst, sodaß es ein lebendiges, multikulturelles Programm für alle wird , z.B. Musik machen, Kochen, Sport, Spiele, Tanz, Theater, Malen, Geschichten erzählen, etc.

Die Sprache wird Deutsch und Englisch sein (keine dritte Sprache!)

Kosten:

120.- € - Für Teilnehmer aus den ost- und südosteuropäischen Ländern: 50.- €
Die Teilnehmergebühr beinhaltet: Unterkunft und volle Verpflegung, Versicherung, Bahnfahrt nach Joachimsthal, Bootsfahrt auf dem Werbellin-See.
Die Kosten für U-Bahn und Bus in Berlin sind selbst zu tragen.

Weitere Informationen und Anmeldung bei:

Friedenszentrum Martin Niemöller Haus
c/o Uli Sonn Tel. 030-8431 9550
Pacelliallee 61
14195 Berlin
eMail: vb-ulisonn@t-online.de
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