
Das Friedenszentrum Martin Niemöller Haus verschickt seit vielen Jahren "Infos" die über friedenpolitische Themen im Allgemeinen und Aktivitäten und Veranstaltungen des Hauses informieren.
Info Oktober 2011 - Januar 2012Info Oktober 2011 - Januar 2012 |
frühere Ausgaben:Info Juli-September 2011 |
aus dem aktuellen Heft:
Einleitung
- Erklärung der BAG Kirche und Rechtsextremismus
- Materialien zum "Hörenden Fußmarsch 2012" der von Nikolaus Huhn initiiert wird
- Reuven Moskovitz: "Perspektiven im Nahen Osten"
- Informationen über internationale Freiwilligenarbeit in Sizilien, Israel,
und Uganda
- 50 Jahre Sommerlager von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
Michael Heimbach schreibt als Einleitung zum INFO:
Das Friedenszentrum Martin Niemöller Haus ist Mitglied der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), der bundesweiten Dachorganisation christlicher Friedensorganisationen. Das Niemöllerhaus ist in der AGDF dem Fachbereich 1 zugeordnet, dem Organisationen an gehören, die ihren Schwerpunkt in der lokalen Friedensarbeit sehen. Dies schließt nicht aus, dass es weitere Arbeitsbereiche gibt, gibt aber einen Hinweis auf die Grundidee des Friedenszentrum, das sich als Kind der Friedensbewegung der 80er Jahre versteht. Besonders in den ersten Jahren gehörten Gruppen und Initiativen aus dem Niemöllerhaus zu den Unterstützern der zahllosen Aktionen, Friedensmärschen, Fastenaktionen, Diskussionsveranstaltungen zu friedenspolitischen Themen.
In der Pacelliallee 61 machten über die Jahre unzählige Menschen aus aller Welt Station, berichteten über ihre Erfahrungen und tauschten sich mit uns aus, nutzten die Infrastruktur des Hauses. Die lokale Friedensarbeit war zu jeder Zeit auch internationale Friedensarbeit. Sie beschränkte sich zu keiner Zeit auf lokale Themen oder reduzierte den Friedensbegriff auf die Vermeidung von Krieg. Wenn heute über die Gefahr von potentiellen Kriegen geredet wird, wenn es um den Zugang zu der Ressource Wasser geht, oder wenn es in Berlin ein erfolgreiches Volksbegehren zum Thema Wasser gab, so sei daran erinnert, dass es maßgeblich von den Frauen für den Frieden getragen die Kampagne "Wasser ist Leben" gab. Das Büro befand sich im Niemöllerhaus.
Wenn in den letzten Jahren der Arbeitsbereich "lokale Friedensarbeit" weniger sichtbar war, dann ist dies nicht nur dem Umstand geschuldet, dass "öffentliche Veranstaltungen" im vereinten Berlin häufiger in der Innenstadt durchgeführt werden, dass der Aufwand für Öffentlichkeitsarbeit ungleich höher ist, dass es uns schwer fällt, bei den neuen Formen öffentlicher Darstellung und Mobilisierung mitzuhalten. Und doch ist das Niemöllerhaus nach wie vor ein Treffpunkt für sehr kleine Initiativen, die bei uns entstehen und ihre erste Heimat finden.
Info Oktober 2011 - Januar 2012
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